DU JU SPIEK INGLISCH?

Mit der Aussprache im Ausland ist es so eine Sache. Das erfuhr ich jüngst wieder, als ich in einer französischen Boulangerie nach einer Rosinenschnecke verlangte, und der Blick der Verkäuferin vermuten ließ, dass ich statt des gewünschten Gebäcks ein lustiges Insekt oder Geschlechtsverkehr mit dem Geschäftsführer bestellt hatte. Auch die englische Phonetik hat es in sich. Nehmen wir nur mal die Buchstabenkombination o-u-g-h. Im Wort through – auf Deutsch: durch – wird diese thruu gesprochen. Einfach. Im Wort rough – auf Deutsch: rauh – spricht man sie raff. Warum? Keine Ahnung. Wort Nummer drei: dough – auf Deutsch: Teig – wird weder duu noch daff ausgesprochen, sondern: doh. Ha! Weiter im Programm. Was englische Grundschulkinder können, können wir auch. Wort vier: plough – auf Deutsch: Pflug – spricht man plau. Keine Sorge, die Engländer sind ein verständnisvolles Volk, und keiner wird sich lachend auf dem Pub-Boden herumwälzen, nur weil man ein Pluuuuumans, Plaffmans oder Ploomans Lunch bestellt hat, woher denn, haha. Fünftens. Lough – auf Deutsch: See – klingt so: lock. Warum? Gute Frage. Sechstens: Cough – auf Deutsch: Husten – spricht man: koff. Uff. Hiccough wiederum – auf Deutsch: Schluckauf – spricht man nichtsdestotrotz: Hikkap. Alles klar? Zwei Wörter, deren Aussprache vielen Werbern und Marketingleuten große Schwierigkeiten bereitet, sind übrigens lounge (gesprochen laundsch, Bedeutung: Aufenthaltsraum) und launch (gesprochen lohrnsch, Bedeutung: Einführungsphase). Weshalb man immer wieder lustige Fragen hören kann, wie die, wann denn der Aufenthaltsraum losgeht. Oder die, ob vor dem Abflug wohl noch genug Zeit ist, sich in die VIP-Einführungsphase zu setzen. Aber selbstverständlich ist noch Zeit enaff, enuu, enoo, enau, enock, enoff und enap!
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